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Niederburg

 

Niederburg DSC 7676

Die Burg beherbergt heute ein Weinmuseum

 

Die Niederburg, auch Brömserburg, ist die bekannteste und auffälligste der vier Rüdesheimer Burgen. Sie liegt im nordwestlichen Teil von Rüdesheim, am rechten Rheinufer. Neben dem Niederwald-Denkmal und der Drosselgasse ist die Niederburg ein Wahrzeichen der Stadt Rüdesheim.
Erstmals wurde sie im Jahre 1090 erwähnt.
Durch ihre unregelmäßige Baukonstellation und durch viele erkennbare Ausbesserungen unterscheidet sich die ungewöhnlich geformte Burg von den herkömmlichen mittelalterlichen Burgen.
Sie wurde wahrscheinlich im 10. oder 11. Jh. auf den Resten eines römischen Castells errichtet. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg, nachdem sie in den Besitz der Erzbischöfe von Mainz überging, in die Wasserburg Niederburg umgebaut.
Erst später wurde der gewaltige Bergfried angebaut. Um etwa 1200 wurden an der Nord- und Ostseite um den Bergfried herum Wohnbauten errichtet. Nachdem die Zollstadtion 1228 in die Burg Ehrenfels verlegt wurde, ging Anfang des 13. Jahrhunderts die Niederburg als Lehen an die Ritter von Rüdesheim.
Nach den Erben der Ritter von Rüdesheim, den Brömsern, mit Sitz auf der Presburg im Wispertal, erhielt die Niederburg den Namen Brömserburg. Da viele Familien der Brömser auf der Brömserburg lebten, kam es zu einer Erweiterung der Burg und zu einem wohnlichen Ausbau. Nach außen hin machte die Brömserburg mit den wuchtigen Mauern einen bedrohlichen Anschein. Innen allerdings waren saalartige Hallen, überdachte Gewölbe und dämmerlichtige Räume erbaut worden. Bis zum Aussterben der Brömser, etwa um 1688, bewohnten sie diese Burg.
Das freigewordene Lehen wurde im Jahre 1678 vom Mainzer Kurfürsten an den Freiherrn Emmerich von Metternich vergeben. Da der Freiherr sich nicht um seinen Besitz kümmerte, begann die Burg zu verfallen.
In einen halbwegs bewohnbaren Zustand wurde die Brömserburg 1811 durch den Grafen von Ingelheim gebracht. Die Gattin des Grafen, Antonie Gräfin von Westfalen, trug mit ihren Ideen viel zur romantischen Restaurierung bei. Die Stadt Rüdesheim kaufte im Jahre 1941 die lange bewohnte Brömserburg.
Im zweiten Weltkrieg diente die Burg als Behausung für Kriegsgefangene. Nach der Währungsreform richtete man in der Brömserburg ein Museum ein. Die zerstörte Südostecke wurde im Jahre 1961 wieder aufgebaut und im Jahre 1969 wurde der große Mittelturm erhöht.

 

 

Info Adresse
Tourist Information Rüdesheim
Rheinstr. 16
66385 Rüdesheim am Rhein
Tel.: (0 67 22) 1 94 33

www.rheingauer-weinmuseum.de

 

Niederburg bei google maps