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Bad Salzig

 

Linksrheinisch am Salzbornbach und unterhalb der Fleckertshöhe gelegen, befindet sich Bad Salzig in einer geschützten Talmulde, von der aus man einen guten Blick auf die Burgen Sterrenberg und Liebenstein genießt, die am gegenüberliegenden Ufer in den Himmel ragen.

An der wichtigsten römischen Heerstraße Mainz-Köln, lag einst das heutige Bad Salzig.

 

Den Namen hat Boppards Stadtteil von den Salzquellen, die seit dem 19. Jahrhundert für Badegelegenheiten genutzt werden.

 

In Bad Salzig befinden sich die 1902 und 1905 erbohrten »Barbara-« und »Leonorenquellen«, die dem Ort im 20. Jahrhundert die Bezeichnung »Karlsbad am Rhein« einbrachte. Ihr Wasser kommt aus 446 m Tiefe. Bad Salzig liegt gut geschützt in einer Talmulde mit schönem Ausblick auf die Burgen Sterrenberg und Liebenstein am gegenüberliegenden Ufer. Erstmals im Jahre 922 erwähnt, war die Stadt bis 1312 reichsunmittelbar, fiel dann aber wie Boppard und Oberwesel an Balduin von Trier, bis 1794 Soldaten der französischen Revolution den Ort eroberten. 1815 kam Salzig an Preußen. Ursprünglich ein Bauern- und Winzerdorf, gehörten die Weinstöcke dem Kurfürsten von Trier, dem Großherzog von Hessen, den Freiherren von Boos, Clodt, Eltz und Stein und den Deutschherren in Koblenz. Seit dem 18. Jahrhundert dominierte der Obstanbau. Besonders die Salziger Kirschen waren wegen ihres guten Geschmackes bis weit über Deutschland bekannt, sodass die Früchte auf Schiffen bis nach Holland und England exportiert wurden. Seit dem 19. Jahrhundert werden die Salzquellen, die dem Ort seinen Namen gaben, für den Badebetrieb genutzt. Bad Salzig ist Mineralheilbad für Leber-, Magen, Darm-, Gallen- und Stoffwechselerkrankungen.

Sehenswürdigkeiten in Bad Salzig sind die Pfarrkirche St. Ägidius aus dem 15. Jahrhundert mit der Skulptur des Schutzpatrons aus der Entstehungszeit, sowie das Kurhaus, der Kurpark mit der schönen Plantanenallee und die Trink- und Wandelhalle. Zur Blütezeit verwandeln sich die weitläufigen Obstplantagen in ein traumhaftes Blütenmeer. Außerdem verläuft – in Bad Salzig beginnend – die »Rheingoldstraße« über die Höhen des linken Rheinufers. Das bekannte Rheinlied »Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein« bezieht sich auf den Ort.

Das tausendjährige Weindorf Hirzenach wird dominiert von der Pfarrkirche St. Bartholomäus aus der Zeit um 1100, eine kreuzförmig angelegte, romanische Pfeilerbasilika mit frühgotischem Chor um 1250 und wuchtigem Turm, sowie durch die Probstei, ehemals Sitz des Priors der hiesigen Außenstelle der Abtei Siegburg.


 

(Textfassung aus »Der romantische Rhein« von Thomas Krämer, ©Rhein-Mosel-Verlag)

 

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